Berg ohne Gipfel

Into the magical Zone – Boosting your Charisma mit Florian Mück

„Das letzte Mal haben nur drei geweint“ Der aufgeschnappte Satz einer unbekannten Kollegin klingt immer noch wie kratzende Fingernägel an meinem Trommelfell. Ich war gut vorbereitet und motiviert. Motiviert von der Fußsohle bis zu den pigmentreduzierten Haarspitzen. Meine quirlige blonde Kollegin Ulrike sagte noch zu mir „Der Flo packt jeden da, wo er es braucht“. Wie recht sie doch behalten sollte.

Welcome to the magical zone!

Drei sehr einprägsame Bausteine klemmen auch am Tag danach zwischen meinen beiden Ohrmuscheln. Auf dem Agrob Gelände waren es locker 35 Grad. Im Seminarraum floss der Schweiß der Ungewissheit. Und ich erzähle euch jetzt nicht, dass der Raum keine Klimaanlage hatte.

Jeder von uns 13 Teilnehmern hat in den zwei Tagen 4 Reden durchlitten. Am Fuß des rhetorischen Berges ohne Gipfel standen wir da. Das erste Basislager war noch weit entfernt, kaum zu erahnen im Nebel.

Und los!

Viele kleine T-Rex Imitatoren, die gerne ihre Arme im 90 Grad Winkel zum Körper halten, stolperte die ersten Schritte nach oben. Nach jeder Rede Feedback. Stets positiv und konstruktiv. Und dieses Feedback war für mich gigantisch. Denn in diesem Berg vor und unter uns war eine Diamantenschleifmaschine. Was wurden wir geschliffen. Mein Diamantenschleifer war Grieche und hörte auf den Namen Pathos. Der hat mir alles abverlangt, was ich nicht durch Vorbereitung und Arbeit ausgleichen konnte. Doch nach vier Reden in zwei Tagen standen 13 strahlende Diamanten am ersten Basislager.

Aber der Weg führte uns quer durch Griechenland. Logos, Ethos, Pathos. Die drei Folterknechte der Rhetorik. Gejagt haben Sie uns. Gejagt durch einen griechischen Tempel mit Fundament, drei Säulen, Dach und Regenrohr. Der Tempel, auch bekannt als „Speech Structure Buildung“. Wir machten die 15 Schritte zur großartigen Rede. Und lernten wie unser Publikum an unseren schweigenden Lippen klebt und nur darauf wartend mit dem nächsten Wort erlöst zu werden.

The right word may be effective, but no word was ever as effective as a rightly timed pause.

Mark Twain

Am zweiten Tag eröffnete uns Sergio Leone warum gerade bei Powerpoint, weniger mehr ist. Uns wurde das Lied vom Tod gespielt. Jeder einzelne von uns stand dort. Im Sand vor dem Saloon. Kinder wurden schnell ins Haus gebracht. Der Totengräber hatte bereits das Maßband gezückt. Die Sonne und unser Herz in Flammen. Die Uhr am Kirchturm quälte sich auf „High Noon“. Unsere einzige Waffe war der Logitech Spotlight Presenter und mit dem hatte bisher niemand von uns geschossen. Im Duell Mensch gegen Powerpoint. Aber dieses Duell kannte nur einen Sieger…

Charly

Bildergebnis für hse24 charly

Am Ende standen wir gemeinsam am ersten Basislager. Hand in Hand mit Aristoteles und Charly auf der Schulter. Unsere Komfortzone haben wir vor exakt 32,5 Stunden mit einem ersten großen Schritt verlassen. Ein Schritt in unsere Magical Zone.

„Das letzte Mal haben nur drei geweint“ – Drei Menschen hatten damals Pathos gezeigt.

Dieses Mal haben mehr Menschen geweint. Einer von ihnen war ich…

Auf der Bühne stehend. Bezwungen von Pathos.

Nackt in Kleidung.


Ingo Siebeck und Florian Mück
Links: Ich // Rechts: Florian Mück www.florianmueck.com

Inspiriert durch unsere HSE24 Talkmaster Treffen und das Buch von Florian musste ich an dem Seminar teilnehmen. Ich empfehle es jedem, der sich selbst fordern und fördern möchte und einfach mehr aus seiner Bühnenpräsenz machen will.

Der einfache Weg zum begeisternden Vortrag: 5 Minuten Arbeit – 15 einfache Schritte – 50 Dos and Don’ts

Bleiben wir in Kontakt?

Ein Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.