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Werbekampagnen und ihre Konsequenz

Werbekampagnen und ihre Konsequenz

Geht man im Moment regelmäßig an den Werbeschildern im Münchner U-Bahn System vorbei, fällt einem immer wieder die bunt gemachte, grafisch gut umgesetzt Werbekampagne von Kabel Deutschland auf, und promt fällt einem die „Ich bin doch nicht Blöd“-Kampagne einer anderen, häufig erwähnten Einkaufsgelegenheit ein.

Glasfaster Werbung von der Kabel Deutschland Homepage

Glasfastergeschwindigkeit

Neben den verschwindenden Filesystem, den bunten Metro-Oberflächen und anderen Massakern vernimmt man Tag täglich die Verteilung von falschen Informationen, das Vorhalten von Informationen und damit den Wegfall vom einfachen Zugang an die Technologie und Computer deren Hintergrund für die nächsten Entwicklungen und Generationen.

Falsche Werbung: Es ist weiterhin nur die Geschwindigkeit, welche ein Kupferkabel der Kategorie 3 bereits hergibt. Als gelernter IT’ler weiß man so etwas natürlich, und wenn nicht kann man ja noch Wikipedia fragen: Die 100MBit/s kriegt man auch ohne Glasfaser hin.

Die Fibre to the Basement Methode, die man auch im Wikipedia findet, weißt die Schwäche in der eigenen Hausanlage auf: Kupferkabel – höchstwahrscheinlich ein nach Kategorie 5 abgeschirmtes und standardisiertes Kabel, in Apartmenthäusern verteilt über diverse Etagen und Wohnungen liegendes Kabel welches maximal immerhin 1GBit/s Übertragungsrate verkraften kann. Das gute daran ist der kurze Weg zur schnellen Leitung. Der weit entfernte Verteilerkasten ist nicht mehr der Ausgangspunkt allen Übels, nein es muss nur noch bis zu dem Glasfaserkabel im Keller gekämpft werden seine Daten unangefochten und möglichst schnell dort unterzukriegen. Und genau dort wird auch primär die Geschwindigkeit auf maximal 100MBit/s begrenzt.

Was ich Kabel Deutschland positiv anrechnen kann, ist das Ausgehen von 16.000KBit/s als DSL Standard, was ein „6 mal schneller als normales DSL“ wirklich positiv hinstellt. Auch wenn ein „nur halb so schnell wie normales DSL“ beim kleinsten Paket die Wahrheit gewesen wäre verstehe ich, dass man das wohl nicht dort aufnimmt.

Hätten wir also die Möglichkeit mit 1000MHZ unsere Daten durchs Netz zu schießen, würde ich die Aussage nicht kritisieren, doch mit was will man denn nun den nächsten Schritt gehen? – Diese langsamen 100MBit/s mit denen ich hier kämpfen muss sind auf Dauer wirklich eine Zumutung und wenn ich heute schon auf Glasfaser-Geschwindigkeit wäre, würde ich kein Morgen sehen.

Bleiben wir in Kontakt?

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